Figurenaufstellung

Figurenaufstellung

Die zentrale Figur, der Protagonist, sieht sich immer bedrohlicher werdenden Situationen gegenüber. Das heißt, sein Leben oder das eines Schutzbefohlenen ist in großer Gefahr. Der Gegner, also der Antagonist, trachtet dem Protagonisten nach dem Leben oder nach dem Leben des Schutzbefohlenen. Der Antagonist gehört meist einer Gruppe von Bösewichtern an, dessen Verbindungen in höchste Kreise hineinreichen. Thriller spielen gerne mit der Ebene von höchster Macht und erzählen von einer Verschwörung gegen den Protagonisten.

Der Protagonist

Die Hauptfigur in einem Thriller ist meist ein Mensch aus der Mitte der Gesellschaft. Er hat mehr Schwächen als Stärken. Und im Grunde will er nichts weiter, als ein ganz normales und geruhsames Leben führen. Doch bald schon gerät er ins Fadenkreuz einer Verschwörung und wird zum Handeln, genauer: zum Überlebenskampf gezwungen. Der Protagonist des Thrillers wird zum „Held wider Willen“.

Die Motivation zu handeln ist, dass entweder der Protagonist selbst zum Opfer wird oder seine Frau, sein Kind, seine Familie oder ein Fremder, das heißt: ein Schutzbefohlener. Die Bedrohung sollte nicht abstrakt sein, sondern ganz konkret eine Person um ihr Leben fürchten lassen.

Die Bedrohung kann weitere Kreise betreffen. Zum Beispiel kann letztlich eine ganze Stadt bedroht werden, ein Land oder sogar die ganze Welt. Am Protagonisten ist es, die Bedrohung im weiteren Verlauf zu erkennen, zu verstehen und gegen diese vorzugehen. Wird der Protagonist zuerst selbst bedroht, dreht er von einem bestimmten Punkt an den Spieß um und versucht seinerseits die Bedrohung zu beenden.

Der Antagonist und seine Gruppe

Der Protagonist wird in der Regel von vielen Seiten bedroht. Hinter der Bedrohung verbirgt sich häufig eine Organisation, deren Verbindungen bis in höchste Polizei- oder Regierungskreise hineinreichen können.

Da eine derartige große Bedrohung einer Person nicht von einem einzelnen Antagonisten aufrechterhalten werden kann, soll vom „Antagonisten und seiner Gruppe“ die Rede sein. Dabei überbieten sich die Mitglieder der Gruppe an Skrupellosigkeit. Die größte Mordgier jedoch besitzt deren Anführer, der zentrale Antagonist. Er sollte gegen Ende der Story auf den Protagonisten treffen. Es gibt ein Duell, in dem der kampferfahrene Antagonist dem Protagonisten überlegen ist. Doch durch einen trickreichen Schachzug eines Helfers kann der Protagonist den Antagonisten besiegen und mit ihm den Kopf der Gruppe, die kurz darauf als Ganze besiegt wird.

Der kürzeste Weg für den Protagonisten ist es, zur Polizei zu gehen und diese um Hilfe zu bitten. Doch entweder ist die Polizei mit in die Verschwörung verstrickt oder aber die Gruppe des Antagonisten hat den Protagonisten mit falschen Tatsachen bei der Polizei angeschwärzt, sodass er auch von der Polizei gesucht wird. 

Die Helfer des Protagonisten

Der Protagonist sucht nach Helfern, denn er ist dem Druck, der auf ihn aufgebaut wird, auf gar keinen Fall allein gewachsen. Ein Helfer kann ein Fremder sein (ein einfacher Streifenpolizist in „Stirb langsam“, 1988), der Freund einer Freundin (Überwachungsspezialist Brill in „Der Staatsfeind Nr. 1“, 1998) oder seltener ein Überläufer aus dem feindlichen Lager des Antagonisten (etwa die Pilotin Pussy Galore in „007 – Goldfinger“, 1964). Ein Helfer des Protagonisten kann im Verlauf der Handlung oder am Ende zu einem guten Freund oder zu einer Geliebten werden.


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